20.12.2018

Kreisdialog 2018 des NFV-Rotenburg mit dem NFV-Präsidium

Autor / Quelle: Rainer Kramer, NFV

Am 10.12.2018 fand im Niedersachsenhof (Gyhum-Sick) erstmalig ein Kreisdialog mit dem Präsidium des Niedersächsischen Fußballverbandes statt.

Besserer Informationsfluss zu den Vereinen und Entbürokratisierung bei Abrechnungsmodualitäten. Mit diesen zwei zentralen Themen befasste sich der jüngste Kreisdialog. Die zweite Veranstaltung dieses neuen Formats im Niedersächsischen Fußballverband fand jetzt im Kreis Rotenburg statt. Drei Stunden lang tauschten sich der Vorstand des Kreises und der NFV mit Präsident Günter Distelrath an der Spitze aus, um Probleme vor Ort zu besprechen und nach möglichen Lösungen zu suchen.

Wie kann es der Fußballkreis schaffen, seine Informationen zielgerichtet an die Vereine zu vermitteln? Kreisvorsitzender Uwe Schradick, der mit seinem Vorstand in voller Mannschaftsstärke am Kreisdialog teilnahm, nannte das Problem: „Wir erreichen unsere Vereine nur rein zufällig. Hilfreich ist zwar das DFBnet, das zahlreiche wichtige Tipps bereithält. Den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird durch die Fülle an Informationen allerdings einiges abverlangt.“ NFV-Vizepräsident Hans-Günther Kuers und Kreisvorsitzender Schradick wissen aus ihrer langjährigen Erfahrung, dass die Bereitschaft der Vereine, das DFBnet anzunehmen, noch zu wünschen übrig lässt: „Die Informationen werden nicht immer an die zuständigen Stellen in den Vereinen weitergeleitet“, vermutet Kuers.

Um das DFBnet noch bekannter zu machen, schlug Distelrath vor, Jugendliche in den Vereinen für dieses großartige Informationssystem zu begeistern. Detlef Reich, Vorsitzender des Jugendausschusses im NFV-Kreis Rotenburg, berichtete, dass die Jugendobleute in den Vereinen sich für die Anliegen des Verbandes nicht ausreichend genug informierten. Daher sei es wichtig, ihnen die Erklärvideos und Schulungsangebote näherzubringen. Günter Sievers, stellvertretender Kreisvorsitzender, ergänzte, dass die Erklärvideos teilweise nicht mehr aktuell seien. Der NFV-Präsident schlug vor, die Schwachstellen konkret zu benennen und dann gemeinsam mit dem Verband nach Lösungen zu suchen.

Danach wurde über mögliche Abrechnungsvereinfachungen bei der Abwicklung der Finanzen diskutiert. Uwe Schradick wünscht sich in diesem Zusammenhang eine Entbürokratisierung bei den Abrechnungen mit den Verbänden NFV, LSB und KSB. „Wir muten unseren Ehrenamtlichen mit dem großen Papierwust zu viel zu“, meinte der NFV-Kreisvorsitzende. „Darüber werden wir demnächst in unseren Gremien konkret diskutieren. Wir müssen einen Vorschlag unterbreiten, sonst bringt es nichts“, betonte Distelrath.

Ein anderes Thema: Im Kreis Rotenburg beklagen die Verantwortlichen einen starken Rückgang von Jugendmannschaften. Die Bildung von Jugend-Förder-Vereinen (JFV) sieht Reich nicht nur positiv: „Vielen Vereinen geht es zu oft um Leistung. Es werden schon neunjährige Kinder abgeworben.“ Jan Baßler, stellvertretender Direktor beim NFV, sagte, dass dieses landesweite Problem nur schwer zu lösen sei. Detlef Reich fragte, ob der NFV nicht Regeln aufstellen könne, um die Abwerbung einzudämmen. Flankenschutz erhielt er von Vizepräsident Kuers.

Wie können wir verfahren, wenn zum Beispiel unser Schatzmeister längere Zeit ausfällt, die Arbeit in diesem Bereich aber nicht liegen bleiben darf? Mit dieser interessanten Frage beschäftigte sich der Kreisdialog auch. Dazu Günter Distelrath: „Die Möglichkeit, den Schatzmeister zu vertreten, ist heute schon gegeben.“ Bei der Schatzmeistertagung Anfang 2019 werde dieses wichtige Thema aber dennoch auf der Tagesordnung stehen, um die verschiedenen Möglichkeiten aufzuzeigen.

Abschließend sprach der NFV-Präsident zwei Themen des DFB an: Gewalt und Pyroverzicht sowie die kontrovers geführte Diskussion über die Aufstiegsregelung von der Regionalliga in die 3. Liga. Beim Verzicht auf Gewalt und Pyro seien die Ultras nicht geprächsbereit. Die vom DFB schon erbrachten Vorleistungen werden nicht honoriert. Über die Anzahl der künftigen Regionalligen gäbe es beim DFB und in den Landesverbänden zwar viele Diskussionen und verschiedene Konstellationen, aber noch keine Einigkeit.

Das Fazit dieser informativen dreistündigen Veranstaltung fasste Kreisvorsitzender Uwe Schradick zusammen: „Wir haben sehr viel Motivation für unsere tägliche Verbandsarbeit mitgenommen. Der informative Dialog mit der Verbandsspitze war ein voller Erfolg und hat uns sehr inspiriert. 

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Seite zuletzt aktualisiert am: 16.01.2019