31.07.2022

SV Ippensen gewinnt den VGH-Fairness-Cup

Autor / Quelle: Joachim Riegel Presseausschuss, NFV- Peter Borchers

Sie haben in den vergangenen Jahren Sportartikel-Gutscheine in Serie abgeräumt, ehe Corona ihren Beutezug 2021 stoppte. In den Jahren 2017, 2018 (jeweils Platz 2), 2019 und 2020 (jeweils Platz 1) gehörten die Fußballer der ersten Mannschaft des SV Ippensen im VGH Fairness-Cup jeweils zu den drei prämierten Mannschaften im Zuständigkeitsbereich der VGH-Regionaldirektion Stade.

Jetzt hat das Team aus der Lüneburger Bezirksliga 3 sogar noch einen draufgesetzt. Denn in der Endwertung des VGH-Fairness-Cup 2021/22 belegt die Mannschaft von Trainer Holger Dzösch unter insgesamt 991 von den Kreisligen bis zur 1. Bundesliga bewerteten Mannschaften Niedersachsenweit Rang 1. Ganze 20 gelbe Karten haben die Kicker um Kapitän Marcel Gerken in ihren 30 Saisonspielen gesammelt. Damit kommt der Gesamtsieger des Wettbewerbs 2021/2022 zum zweiten Mal nach dem FC Ostereistedt/Rhade im Jahr 2008 aus dem NFV-Kreis Rotenburg.
Im bereits zum 29. Mal ausgetragenen VGH Fairness-Cup werden gelbe Karten mit je einem, gelb-rote Karten mit je drei und rote Karten mit je fünf Strafpunkten geahndet, zusätzlich schlagen Sportgerichtsurteile oder auch das Nichtantreten von Mannschaften mit zehn Zählern zu Buche. Die Summe der Strafpunkte geteilt durch die Anzahl der Saisonspiele ergibt den Fairness-Quotienten, und der liegt für die Ippenser bei 0,67. Ebenfalls mit einer Null vor dem Komma schnitten sechs weitere Teams ab: FC Rautheim (0,71), FC Arminia Adersheim (0,75), TSV Großenkneten (0,79), SC Melle 03 II (0,9), SV Emmendorf und SV Ahlerstedt-Ottendorf II (beide 0,96).

„Da bin ich wirklich platt“, gesteht Holger Dzösch, dass die Nachricht vom Fairnesssieg ihn überrascht, obwohl er und die Spieler bei Fussball.de immer mal wieder recherchiert haben, ob es wohl zum ganz großen Wurf reichen könnte. Allein das Fragezeichen, ob in den auf Fussball.de abgebildeten Fairnesstabellen die Karten aus Qualifikations- sowie Auf- und Abstiegsrunden in Summe dargestellt wurden, ließ keine verbindliche Einschätzung zu.
„Wir können mehr als zufrieden sein. Mit Platz 4 in der Aufstiegsrunde der Bezirksliga 3 haben wir nie und nimmer gerechnet und so gut abgeschnitten wie nie zuvor. Allein das war sensationell. Der erste Platz im VGH-Fairness-Cup krönt nun eine überragende Saison. Den bewerte ich sehr hoch“, ist Holger Dzösch sehr stolz auf seine Mannschaft. Bereits nach der Fairness-„Herbstmeisterschaft“ hatte Dzösch gegenüber dem Fußball-Journal Niedersachsen die Spieler so beschrieben: „Die Jungs sind von Haus aus nicht unfair, haben ganz einfach verinnerlicht, dass sie sich insbesondere verbal zurücknehmen müssen.“ Der 55-Jährige, der die Mannschaft seit 2019 trainiert, weiß: „Als Trainer kann man nur bedingt Einfluss auf die Einstellung nehmen. Das Einzige, das ich den Spielern immer wieder mit auf den Weg gebe: Ich hasse Grätschen.“

Und der Trainer hat Patrick Behrens in den Griff bekommen. Der war der Spieler der Schwarz-Weißen, der in der Qualifikationsrunde mit vier gelben Karten die meisten Verwarnungen hatte hinnehmen müssen. In der Aufstiegsrunde glänzte er dann aber mit weißer Weste.
Gelbe Karten haben beim SV Ippensen Seltenheitswert, ganz zu schweigen von Gelb-Rot und Rot. Noch ungewöhnlicher aber dürfte sein, dass gleich sechs Spieler im Team auf den Nachnamen Klindworth hören. Es sind drei Brüder und deren Cousin sowie zwei Namensvettern, die mit den übrigen Klindworths weder verwandt noch verschwägert sind.
Die Ippenser werden mit einer festlichen Ehrung und einem Trainingslager im Sporthotel Fuchsbachtal in Barsinghausen belohnt. Das zweitplatzierte Team vom FC Rautheim darf sich auf einen Sportartikelgutschein im Wert von 2.000 Euro freuen und die drittplatzierte Mannschaft vom FC Arminia Adersheim erhält einen Sportartikelgutschein im Wert von 1.500 Euro. Auch zahlreiche weitere Mannschaften werden nicht leer ausgehen. Denn die VGH-Versicherungen und die Öffentlichen Versicherungen aus Braunschweig und Oldenburg zeichnen zusätzlich zu den drei fairsten niedersächsischen Mannschaften auch in ihren Regionaldirektionen die jeweils drei fairsten Teams aus. Die insgesamt 39 Mannschaften erhalten Pokale und obendrein profitieren ihre Nachwuchsteams. Denn für die Plätze 1 bis 3 gibt es Sportausrüstungen im Wert von 1.000, 800 bzw. 500 Euro für den Nachwuchs. 

Im Vergleich der 32 NFV-Kreise hat das Emsland (Durchschnittsquotient der 36 bewerteten Teams ist 1,86) „Herbstmeister“ Rotenburg (23 Teams, 1,92) noch überflügelt und nimmt wie bereits 2019/20 die Spitzenposition ein. Schlusslicht im Kreisvergleich ist der NFV-Kreis Ostfriesland (38 Teams, 2,55). 
Bemerkenswert: Mit ihrem Durchschnitts-Quotienten von 2,22 erzielen die 991 bewerteten Teams das beste Ergebnis in der Wettbewerbsgeschichte. Den bisherigen Bestwert hatten die damals 957 bewerteten Mannschaften in der Spielzeit 2018/19 mit 2,34 aufgestellt.
 

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Seite zuletzt aktualisiert am: 15.08.2022