Beckmann verabschiedet sich mit dem Kreispokalsieg

Scheeßels Reserve dreht das Finale gegen die SG Oste II und gewinnt den Kreispokal 2. Vor allem für Coach Heino Beckmann ist es ein besonderes Spiel.

Pokalübergabe durch Walter Feindt an die SG Oste 2.
Trotz der Finalniederlage konnten sich die Kicker von der SG Oste 2 freuen.
Frank Michaelis (Spielobmann) bei der Siegerehrung und Pokalübergabe an den SV Rot-Weiß Scheeßel 2.
Die zahlreichen Anhänger des SV Rot-Weiß Scheeßel unterstützen ihre Mannschaft lautstark.
Viele Zuschauer säumten den Sportplatz der SG Unterstedt.

„Unbeschreiblich“ – so fasste Thomas Viets seine Gefühle in einem Wort zusammen, nachdem er mit seinem SV Rot-Weiß Scheeßel II (2. Kreisklasse Süd) in Unterstedt den Kreispokal 2 gegen die klassentiefere SG Oste II gewonnen hatte. Dabei sah es aus Sicht der Beeke-Fußballer zur Halbzeit noch nicht danach aus. Doch mit einer deutlichen Leistungssteigerung nach der Pause drehten sie die Finalpartie zu ihren Gunsten – 2:1 (0:1).

Für Heino Beckmann war dieser Erfolg der perfekte Abschluss. „Ich habe im November schon angekündigt, dass ich aufhöre, damit der Verein genug Zeit hat, um einen Nachfolger zu finden. Mein Ziel war es, dass ich mich mit dem Pokalsieg verabschiede“, erklärte Scheeßels Trainer und verriet, dass Benjamin Hensel sein Amt zur neuen Saison übernimmt.

Mit der ersten Hälfte zeigte sich Beckmann jedoch unzufrieden: „Da sind wir überhaupt nicht in die Zweikämpfe gekommen.“ Das nutzte Oste zunächst nicht aus. Sean Delventhal schoss genau in die Arme von Keeper Thole Althoff (5.). Auf der anderen Seite schlenzte Davinson Arley Amado Nino den Ball am langen Pfosten vorbei (9.) – Scheeßels einzige Möglichkeit in den ersten 45 Minuten. „Zum Ende hin betteln wir um ein Gegentor und bekommen es dann zurecht“, haderte Beckmann. Erst lenkte Althoff eine Chance von Delventhal zur Ecke (39.), mit dem Pausenpfiff netzte Dennis Naubert aber aus dem Gewühl heraus.

Scheeßels Coach wechselte dreifach und brachte Matthias Miesner, Alexander Kruse und Pascal Ceglarek für Raphael Zimmermann, Jannis Winter und Ahmad Al Mountafek. „Das hat Früchte getragen“, beobachtete Beckmann. Sein Team kam nun zu einer Chance nach der anderen. Erst stolperte Amado Nino den Ball am Tor vorbei (48.), Ceglarek schoss über die Latte (52.). Dann war es Marcel Mohnke, der einen langen Ball erlief, sich im Zweikampf mit Bennet Wolff durchsetzte und an Ricardo Exner vorbeischob (53.). Das entscheidende 2:1 erzielte Amado Nino, der im Anschluss in Richtung Trainerbank lief und dort seine Mutter vor Freude umarmte (81.).

 


Autor: Hendrik Denkmann, Rotenburger Kreiszeitung