Benjamin Rehberg und Mathis Sturhann siegen bei eFootball-Kreismeisterschaft

Eigentlich sind Benjamin Rehberg (SG Fintau) und Mathis Sturhann (SV GW Helvesiek) einer fußballerischen Rivalität ausgesetzt. Zumindest gilt das für Partien auf dem echten Rasen.

Bei der „eFootball“-Kreismeisterschaft in Zeven gingen die beiden wiederum gemeinsam für den SV GW Helvesiek an den Start und sicherten sich im dritten Anlauf erstmals den Titel. Im Finale bezwangen sie Jannik Ballhaus und Lennart Blömer vom VfL Visselhövede deutlich mit 6:0. Mit dem Einzug ins Endspiel lösten beide Teams zugleich das Ticket für die Niedersachsenmeisterschaft, die VGH Masters, die am 31. Januar in Hannover stattfindet.

Dass es für Rehberg und Sturhann ein Selbstläufer werden könnte, wurde ihren Kontrahenten bereits frühzeitig bewusst. Ihre vier Vorrundenpartien gewannen sie allesamt souverän. Und auch im Halbfinale ließen sie Jan Willenbrock und Turnierorganisator Jannes Rathjen (TuS Westerholz II) mit 11:1 keine Chance. „Wir haben zuletzt in Bremen zwei Turniere zusammengespielt und haben da auch Top-Platzierungen geholt“, verriet Rehberg. Eine Sache, die ihnen trotz ihrer Kritik am Hauptmodus des Videospiels EAFC26, Ultimate Team, weiterhin Freude bereite. „Wir haben schon einige Turniere gespielt, vor allem die Offline-Turniere sind einfach cool“, erklärt Sturhann.

Bei der Rotenburger „eFootball“-Kreismeisterschaft blieb ihnen ein Titelgewinn bislang aber verwehrt. Einmal wurden sie Dritter, im vergangenen Jahr scheiterten sie im Finale. Umso größer fiel die Freude aus, dass es diesmal erstmals für den Titelgewinn reichte. Im Endspiel hielten ihre Gegner Ballhaus und Blömer zunächst noch gut dagegen, am Ende sorgte ein 6:0-Erfolg allerdings für klare Verhältnisse. „Je länger das Spiel ging, desto mehr hat man gemerkt, dass die noch mal eingespielter waren als wir und eine deutlich höhere Qualität hatten“, räumte Ballhaus ein. Für den Visselhöveder war es wiederum die erste Teilnahme an der Kreismeisterschaft. Mit dem zweiten Platz zeigte er sich zufrieden, auch wenn er sich durchaus eine höhere Beteiligung am Turnier gewünscht hätte. „Es hätten auch 20 Mannschaften mehr sein können“, fand er.

Neun Teams waren es am Ende beim Entscheid in der Zevener Volksbank mitgespielt hatten, Anfang der Woche waren es erst vier. Zu wenig, um ein Turnier in Präsenz durchzuführen. Darin liege aber genau die Stärke der Veranstaltung laut Organisator Mathis Henke, der ebenso wie Rathjen noch ein Team gebildet hatte, um die Teilnehmerzahl zu erhöhen. „Ich hatte den Eindruck, dass alle, die da waren, auch richtig Spaß hatten und es genossen haben. Dass die Teilnehmerzahl so gering war, liegt nicht daran, dass die Leute da keine Lust mehr drauf haben.“

Entsprechend zuversichtlich zeigte er sich daher auch hinsichtlich einer erneuten Austragung des Turniers. „Aber dann werden wir das wahrscheinlich in den Januar legen.“ Denn dass die Zahl im Vergleich zu den Vorjahren erneut gesunken ist, führte Henke vor allem auf den Termin zurück. „Da sind einfach zu viele Veranstaltungen parallel. An einem Samstag im Dezember ist ja eigentlich immer was.“

Aber auch die Wahrnehmung, dass das Turnier eher was für ambitionierte Spieler sein würde, könnte laut Rathjen eine Rolle gespielt haben. „Man muss aber eben nicht der größte FIFA-Experte sein. Ob man daran teilnimmt, sollte nicht davon abhängig gemacht werden, wie gut man in dem Spiel ist.“ Punkte, die Henke und Rathjen für die nächste Ausgabe mitnehmen wollen. 

Für die beiden Finalteams geht es bereits am 31. Januar bei der Niedersachsenmeisterschaft in Hannover weiter. Rehberg und Sturhann hatten dort im vergangenen Jahr bereits Platz sieben erreicht. An eine ähnliche Platzierung denken sie auch diesmal. „Dafür werden wir auch ordentlich trainieren“, sagte Rehberg.

 

 

 


Autor: Lennart Blömer u. Günter Sievers, Kreisvorstand